OWEN - Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung e.V.

Theatre for Peace

Das Projekt Theatre for Peace in the Caucasus Region knüpft an unsere Erfahrungen im Projekt Delta in der Russischen Föderation und im Projekt Let's see, let's chose, let's change im Südkaukasus an.
In beiden Kooperationsprojekten arbeitet OWEN mit Ansätzen aus dem Theater der Unterdrückten, um aktuelle Probleme in den Regionen sichtbar zu machen und gemeinsam mit Menschen vor Ort Lösungsansätze zu entwickeln. Der friedenspädagogische Ansatz von OWEN basiert auf den Ideen von Paulo Freire und Augusto Boal. Das Instrumentarium des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal nutzt die kreative Kraft des Theaters, um gesellschaftliche Konflikte nicht nur zu sichtbar zu machen und zu thematisieren sondern gleichsam Möglichkeiten der Transformation zu suchen und diese auch – zunächst auf der Bühne – auszuprobieren.
Die von Boal zuerst in Lateinamerika und später auch in Westeuropa entwickelten Techniken des politischen und partizipativen Theaters sind sehr kraftvoll. Jedoch bedürfen sie einer Adaption, um damit in anderen Regionen und gesellschaftlichen und soziokulturellen Kontexten – wie zum Beispiel in der Russischen Föderation oder im Kaukasus – zu arbeiten.

Unsere bisherigen Erfahrungen aus dem Kaukasus zeigen, dass in den Stücken und Szenen sehr häufig innerfamiliäre aber auch Konflikte aus dem sozialen Umfeld wie Schule, Universität, Arbeitsplatz, lokale Gemeinde „zur Sprache“ kommen. Sehr häufig sind diese Konfliktszenarien mit ungleichen geschlechtsspezifischen Machtbeziehungen, Geschlechterrollen und –leitbildern verbunden.

Das Projekt Theatre for Peace in the Caucasus Region dient der gemeinsamen Reflektion und Weiterentwicklung des Instrumentariums des Theaters der Unterdrückten in der Region. Auf einem viertägigen Workshop in Istanbul im August 2013 reflektieren wir mit VertreterInnen von regionalen Theatergruppen aus Novocherkassk, Tschetschenien, Nordossetien, Kabardino-Balkarien, St. Petersburg und Vanadzor (Armenien) die bisherigen Praxiserfahrungen in der Arbeit mit Methoden und Techniken des Theaters der Unterdrückten. auf lokaler Ebene. Methodische Fragen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie eine Genderanalyse anhand von beispielhaften Konfliktszenen, die bisher von den Gruppen entwickelt und aufgeführt wurden.

Ansprechpartnerin Dana Jirouš – jirous[at]owen-berlin.de

Das Projekt Theatre for Peace wird durch die Stiftung PeaceNexus gefördert.

Aktuelles

 

Veranstaltung:

1989 / 90 – Wende, Friedliche Revolution oder Umbruch?

Ein Stadtrundgang in Berlin aus der Perspektive der Erinnerungskultur

Mit diesem Stadtspaziergang soll an historische Ereignisse erinnert werden, die sich auf den Zeitraum Mai 1989 bis März 1990 beziehen. Durch die bewegte Zeit von 1989/90 möchten wir uns von Ort zu Ort bewegen, uns dabei austauschen und uns mit den damaligen Ereignissen beschäftigen. Die Teilnehmenden an den Stadtrundgängen sind eingeladen, ihre Erinnerungen beim Rundgang zu teilen – unabhängig davon, an welchem Ort und aus welcher Perspektive sie diese Zeit erlebt haben.

Der Stadtspaziergang „Orte des Erinnerns“ wurde von der Paulo-Freire-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit OWEN e. V. entwickelt.

9. November, 14:00 Uhr.
Treffpunkt: Haus des Lehrers, Alexanderstr. 9, 10178 Berlin

16. November, 14:00 Uhr.
Treffpunkt: Sophienkirche, Große Hamburger Str. 29-30, 10115 Berlin

Infos hier