OWEN - Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung e.V.

Geschichte

Die Idee zum Aufbau eines Ost-West-Europäischen FrauenNetzwerks ging von der Initiative ostdeutscher Frauen aus, die sich seit Beginn der 1980er Jahre in der oppositionellen DDR-Friedensbewegung engagiert hatten. Als Verein haben wir OWEN 1992 gegründet, um die Zusammenarbeit von zivilgesellschaftlich und politisch aktiven Frauen, Bewegungen und Organisationen in Ost- und Westeuropa zu fördern. Wir wollten Fraueninitiativen und lokale Selbsthilfegruppen in den Transformationsgesellschaften durch Bildungsarbeit und Vernetzung unterstützen. Hierfür knüpften wir zahlreiche Kontakte zu Frauen- und Nichtregierungsorganisationen in Deutschland und anderen europäischen Ländern, in den USA, Afrika, Asien und Lateinamerika. Diese Kontakte zwischen West und Ost, Nord und Süd ermöglichen uns, Zusammenhänge zu verstehen und Ansätze aus verschiedenen emanzipatorischen Basisbewegungen für unsere eigene Bildungsarbeit und Projektkooperationen zu nutzen.

Im Rahmen des internationalen Forschungs- und Bildungsvorhabens "Frauengedächtnis - auf der Suche nach dem Leben und der Identität von Frauen im Sozialismus" hat OWEN seit 1998 lange biografische Interviews mit Frauen, die in der DDR gelebt hatten, durchgeführt, gesammelt und archiviert. An dieser jahrelangen Projektkooperation waren Partnerorganisationen in mehreren mittel- und osteuropäischen Ländern beteiligt, die ihrerseits Frauen aus ihren Ländern interviewt hatten.

Im Jahr 2000 hat OWEN begonnen, mit Migrantinnen aus den Nachfolgestaaten der UdSSR zu arbeiten, um ihre aktive Integration in die hiesige Aufnahmegesellschaft zu unterstützen.

Ende 2002 wurde die bisherige Projektförderung durch die Länder Berlin und Brandenburg beendet. Dadurch musste der Verein die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Projektarbeit neu definieren. OWEN entschied sich dafür, nicht aufzugeben, sondern den schwierigen Weg befristeter Projektfinanzierungen einzuschlagen.

Dank der Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie anderer Förderer konnten wir von 2003 bis 2005 ein zweijähriges Aktionsprogramm mit dem Titel "Frauen als Akteurinnen der Konfliktprävention und Friedensarbeit" durchführen. Das Programm führte mehrere Projekte im In- und Ausland zusammen.

2004 nahm OWEN zusammen mit europäischen Partnern die Arbeit an dem EU-geförderten Projekt "Europäische Frauen im Dialog" auf. Dafür nutzten wir biografisches Interviewmaterial, das im Rahmen des internationalen Projekts "Frauengedächtnis" bereits erarbeitet worden war. Die Förderung endete 2006, ihr Ergebnis war das europäische Kursangebot EFID. In seinem Rahmen führten OWEN und Gender Studies Prag 2007 einen gemeinsamen EFID-Kurs in Berlin durch.

Aufbauend auf den Ergebnissen des "Aktionsprogramms "Frauen als Akteurinnen der Konfliktprävention und Friedensarbeit" begann OWEN Anfang 2006 mit der Arbeit an einem neuen, dreijährigen Projektvorhaben: dem Aufbau der internationalen mobilen Friedensakademie OMNIBUS Linie 1325. Das Vorhaben wurde aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie anderen nichtstaatliche Fördermitteln unterstützt. Das Projekt ging zwar 2009 zu Ende, die Fahrt des Omnibusses aber wird fortgesetzt: Die Vernetzungsarbeit geht weiter.

Aktuelles

Offener Brief an die Bundeskanzlerin und den Außenminister zu der Gewalteskalation in Bergkarabach und angrenzenden Gebieten

Angesichts der aktuellen Gewalteskalation in Bergkarabach und angrenzenden Gebieten hat OWEN einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin und den Außenministier unterzeichnet. Dieser trägt den Titel: „Weiteres Sterben, Zerstörungen und eine humanitäre Katastrophe in Bergkarabach und den angrenzenden Gebieten verhindern“.

Lesen Sie den Brief hier: Offener Brief Bergkarabach

Neue Publikationen!
Wir freuen uns über die neuesten Artikel von Frauen der Women’s Initiatives for Peace in Donbas/s!Lesen Sie über Perspektiven aus der Bevölkerung auf den „Minsker Prozess“ in der Ausgabe 236 der Ukraine Analysen.Und bestellen Sie das neue Buch Mehr Dialog wagen! Hier gibt es neben anderen spannenden Dialog-Erfahrungen einen Artikel über unsere Arbeit zu lesen.
Kooperation statt Konfrontation!
Lesen Sie unseren Beitrag zur Debatte zu Frauen, Frieden und Sicherheit im PeaceLabBlog. Dieser Blog wurde von der Bundesregierung eingerichtet und dient dem offenen Austausch zwischen Akteur*innen verschiedener Ressorts und Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft. Aktuell sollen Impulse für den dritten Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Resolution 1325 gegeben werden.
Policy Briefing zum dritten Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung

Deutsche Außenpolitik muss feministisch werden!
OWEN hat gemeinsam mit Organisationen aus dem Bündnis 1325 Positionen und Empfehlungen an die Bundesregierung erarbeitet und veröffentlicht. Lesen Sie die Pressemitteilung auf der Seite des Gunda Werner Instituts.